Anfahrt 2013

 

Nach großem Putzen und Polieren begann erste Ausfahrt.Die Flögelner Oldtimerfreunde waren im vergangenen Jahr sehr unternehmungslustig und freuten sich auf die erste Tour nach dem Winterschlaf.

Hochdrehendes Geknatter und der unverwechselbare Geruch verbrannten Zweitaktgemischs und Dieselgeruch stiegen am Sonntag, 14. April 2013, beim „Gasthof Bensen am See“ in Flögeln auf, als der Flögelner Oldtimerclub seine erste Ausfahrt mit 35 Oldtimerfreunden startete.

 

 

Zahlreiche Zuschauer sahen zu wie sich die Gruppe, bestehend aus Mopeds und Treckern und einem Wagen, in Bewegung setzte. Urplötzlich war es wieder da, dieses Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit:

Maschine an, Helm auf und los ging’s oder auch das Vorglühen, Anlassen und mit lautstarkem „Gebubber“ begann die 40 Kilometer umfassende Ausfahrt für die 8 alten Trecker wie: Hanomag, Lanz, Cormick in Richtung Wanna, Krempel nach Ahlenfalkenberg.

 

 

Für die Zweiradfreunde mit ihren über 40 Jahre alten Zündapp und Kreidler und NSU ging es nach Wremen, Dorum-Neufeld, Wanhöden und dann in Richtung Ahlenfalkenberg weiterfuhr, wo man sich in der Gaststätte „Moorquelle“, bei Klinger, zum gemeinsamen Mittagessen mit den Traktorfahrern traf.

 

 

Nach der großen Stärkung ging es weiter auf Umwegen zum „Gasthof am See“ nach Flögeln, wo eine reichhaltige Kaffetafel vorbereitet war. Mit den kleinen „heißen Öfen“ und alten Schleppern lebt bei den Oldtimerfreunden eine Jugendzeit wieder auf. Früher haben viele Leute alte Fahrzeuge auf den Schrott geworfen weil es eben nicht mehr zeitgemäß war, aber heute werden solche Raritäten gesucht. Ganz abgesehen vom materiellen Wert, sind die Schätze für die Besitzer der Fahrzeuge im Flögelner Oldtimerclub ein Stück Lebensgeschichte.

 

Die Oldtimerfreunde Flögeln sind zurzeit über 50 Club-Mitgliedern. Es gab im vergangenen Jahr 13 Clubabende mit 325 Teilnehmern die im Vierwochenrhytmus stattgefunden haben. Wer Interesse aus den umliegenden Orten von Flögeln an solchen gemeinschaftlichen Ausfahrten zu Oldtimertreffen und Ausstellungen hat kann sich melden beim Sprecher der „Oldtimer-Freunde Flögeln 2010“, Wolfgang Janz unter: 04745 174704745 1747 oder beim Stammtisch im Gasthof Bensen an folgenden Terminen in diesem Jahr teilnehmen, immer am Dienstag: 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, 30. Juli, 27. August, 24. September, 22. Oktober, 19. November und 17. Dezember jeweils um 20 Uhr. WJ

 

Wewelsfleth

 

Die letzte gemeinsame Ausfahrt der Moped-Freunde war zum elften 50-ccm-Treffenin Wewelsfleth beim Landgasthof Lüders. Wer also ein Mofa, Moped, Mokick, Kleinkraftrad oder Leichtkraftrad (80er) besitzt konnte an diesem Treffen teilnehmen, so auch fast ein Dutzend Oldtimerfreunde aus Flögeln.

 

Es war ein privat organisiertes Treffen für alle Freunde von Mopeds in der Schnapsglas-Klasse in Schleswig-Holstein. Als sechsköpfige Gruppe starteten die Flögelner beim Gasthof Bensen um 9 Uhr in Richtung Neuhaus-Oste. Hier trafen weitere sieben Flögelner Oldtimerfreunde dazu und es ging entlang des Elbdeiches zur Elbefähre in Wischhafen. In Glückstadt angekommen waren es noch ca. 10 Kilometer bis Wewelsfleth wo sich schon über 100 Moped-Freunde der verschiedenen Modellreihen eingefunden hatten. Von Aprilia bis Zündapp waren alle 50 bis 80 ccm Mopeds bis zum Baujahr 1985 vertreten.

 

Es winkten wieder Pokale für die angereisten Oldtimerfreunde für das älteste Moped, die größte Gruppe, der älteste Teilnehmer usw. Die Flögelner Oldtimerfreunde haben in diesem Jahr einen Preis überreicht bekommen und warteten bis zur Siegerehrung. Das Warten hatte sich gelohnt, als stärkste Gruppe zu diesem Treffen bekamen sie ein Fässchen Bier überreicht.

 

Als nächste größere Moped-Tour geht es am 29. Juli für drei Tage an den Ukleisee. Der Ukleisee liegt in der Nähe der Stadt Eutin im Kreis Ostholstein. Die 20-Mann starke Gruppe wird an drei Tagen ca. 500 Kilometer absolvieren und hoffentlich ohne Probleme wieder zurück kommen. W.J.

 


Drei-Tages-Tour der Oldtimerfreunde Flögeln. 500 Kilometer auf dem Oldtimermoped absolviert

 

Regelmäßige Ausfahrten bei schönem Wetter, gehören für die Oldtimerfreunde aus Flögeln zur Selbstverständlichkeit. Schließlich gehören die alten Traktoren und Mopeds bewegt und nicht nur in die Garage. Neben den Ausfahrten, jeweils vor dem „Stammtisch“ der Oldtimerfreunde aus Flögeln, war der Höhepunkt der Moped-Touren in diesem Jahr die zweite gemeinsame sogenannte "Dreitagestour".

 

Seit Januar geplant und Ende Juli war es dann endlich soweit. Drei Tage Mensch und Maschine, Mann und Moped, bis nach Schleswig-Holstein, in die Holsteinische-Schweiz sind sie geknattert und haben an drei Tagen fast 500 km zurückgelegt. Für die 18 Mopedfahrer war es bis zur Fähre nach Wischhafen einfach wundervoll das knattern des Motors wahrzunehmen, bis sich das erste Fahrzeug „verabschiedete“.

 

Alle Versuche den Motor wieder an zu bekommen scheiterten, keine Zündung mehr. Der Fahrer orderte einen Anhänger, ließ es nach Hause bringen, setzte sich auf sein Motorrad und folgte der Truppe bis nach Sielbeck, denn er wollte diese „Drei-Tages-Fahrt“, auf die er sich schon lange freute, miterleben Es war schon ein besonderes Erlebnis, wenn alle alten Mopeds an der Ampel standen und die Blicke der begeisterten Passanten auf sie fielen, das bestätigte den Moped-Freunden an der Leidenschaft festzuhalten.

 

Einfach abschalten bei einer gemütlichen Geschwindigkeit von durchschnittlich 40 km/h auf schönen Landstraßen für sie war es ein Gefühl von Freiheit, schließlich gehören die alten Mopeds zur Industriegeschichte Deutschlands.

 

Treffpunkt für die 500 Kilometer lange Tour war beim „Gasthof Bensen am See“ in Flögeln, von wo aus die „Oldietruppe“ sich auf den Weg nach Eutin machte. Ausgekundschaftet wurden die Strecke und die Unterkunft am Zielort von Dietmar Strelow. Über Steinau, Odisheim und Bovenmoor ging es durch Weissenmoor in die Wingst, um hier noch einen Mitfahrer zu empfangen bis hin zur Fähre nach Wischhafen. Von Glückstadt durch die „Bloomsche Wildnis“ führte die Fahrt durch Stormarn nach Bad Bramstedt wo eine größere Pause gemacht wurde. Von hier über Großenaspe führte die Reise durch die Wälder zwischen Neumünster und Bad Segeberg weiter in die Holsteinische Schweiz, bis dann nach fast 200 Kilometern der Kellersee bei Sielbeck erreicht wurde. Im „Fährhaus am Ukleisee“, in Sielbeck wurde Quartier bezogen und direkt am Kellersee übernachtet.

 

Der Kellersee in der Holsteinischen Schweiz hat eine Wasserfläche von 56o ha und hat eine Wassertiefe von fast 30 Metern Am zweiten Tag hatte man die Ostseeküste als Ziel gewählt. Diese 100 Kilometer lange Tour führte um den Kellersee Richtung Malente, wo erstmalig der Durst der 50 ccm Maschinen gelöscht wurde. Im Durchschnitt hatten die fast 50 Jahre alten Mopeds einen Benzinverbrauch von 5 Litern nach ca. 200 Kilometern. Am Bungsberg vorbei, der Bungsberg ist mit 168 m Höhe die höchste Erhebung von Schleswig-Holstein, ging es nach Neustadt in Holstein. Eine kleine Mittagspause gab es direkt an der idyllischen Schiffbrücke, mit Blick auf den Hafen.

 

Der weitere Weg ging entlang der Bäderstrasse über Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand zurück nach Eutin. Am dritten Tag, dem Rückreisetag, standen wieder 200 Kilometer bevor. Es wurde annähernd die gleiche Tour wie auf der Hinreise. Die letzte Etappe nach der Elbüberquerung führte durch das Kehdinger Land durch die Wingst zurück nach Flögeln, Außer ein paar Zündkerzen zu tauschen hatten die Oldtimerfreunde keine Probleme mit ihren Maschinen, die alle über 40 Jahre alt sind und keine weiteren Müdigkeitserscheinungen nach über 500 Kilometern Dauerbelastung hatten, außer die Fahrer, die hatten nach der großen Tour leichte Sitzprobleme.

Für alle Teilnehmer ist aber jetzt schon klar, dass die 3. Oldtimer „Drei-Tages-Fahrt“ im kommenden Jahr wieder stattfinden wird. WJ

 

Große Schwäche für alte Fahrzeuge in Flögeln.

 

Die Oldtimerfreunde Flögeln 2010 haben es geschafft in zwei Jahren ihren Freundeskreis auf über 50 Clubmitglieder zu bringen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, jeder für sich – historische Fahrzeuge und Maschinen für die Nachwelt zu erhalten.

 

Wer sind die Oldtimer-Freunde-Flögeln? Gegründet wurde der Stammtisch, wir sind also kein Verein mit festen Statuten, 2010 von Wolfgang Janz, Werner Stelljes und Hans Wilkens und ca. 20 weiteren Oldtimerfreunden in Flögeln. Man traf sich, nach einem Zeitungsinserat, in der Folgezeit regelmäßig alle vier Wochen an einem Dienstag eines jeden Monats im „Gasthof am See“ bei Christa und Claus Bensen zum Klönschnack.

 

Ursprünglich war es der Gedanke, so gleichgesinnte Liebhaber und „Schrauber“ aus der Umgebung mit Interesse an alten Fahrzeugen zusammenzubringen, um Erfahrungen und Tipps bei der Restauration der überwiegend aus deutscher bzw. europäischer Produktion stammenden Zweiräder und Traktoren auszutauschen. Darüber hinaus haben sich hieraus einige gemeinsame Aktionen entwickelt, wie eine Grünkohlwanderung im Winter, gemütlicher Abend im März und gemeinsame Besuche bei anderen Clubs und Ausfahrten.

 

Bestens restaurierte und polierte Fahrzeuge warten jetzt nur darauf, aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Nach dem Motto: Nichts wie raus, sich wieder das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit um die Nase wehen zu lassen, genau das wollen die Flögelner auf den Weg bringen. Es sind immer gut erhaltene oder restaurierte Fahrzeuge mit denen die Oldtimer im vergangenen Jahr unterwegs waren.

 

Auch nicht restaurierte, im Originalzustand belassene Autos, Traktoren sowie Motorräder und Mopeds haben für Interesse gesorgt.Im vergangenen Jahr standen viele Treffen an: Es gab von verschiedenen Oldtimerfeunden Einladungen zu Treffen unter Gleichgesinnten in: Brokstedt, Bockhorn, Wewelsfleth, Steinau, Drangstedt, Bexhövede, Wingst, Bad Bederkesa und v.m. aber das besondere Highlight war die „Drei-Tages-Fahrt“ nach Lauenburg. Drei Tage Mensch und Maschine, Mann und Moped, bis nach Lauenburg sind sie geknattert und haben an drei Tagen über 500 km zurückgelegt.

 

Für die 13 Mopedfahrer war es einfach wundervoll, wenn die 13 alten Mopeds an der Ampel standen, war dies wirklich schon etwas Besonderes. Die Blicke der begeisterten Passanten bestätigte den Moped-Freunden an der Leidenschaft festzuhalten. Einfach abschalten bei einer gemütlichen Geschwindigkeit von durchschnittlich 40 Kmh auf schönen Landstraßen für sie war es ein Gefühl von Freiheit, schließlich gehören die alten Mopeds und Mofas zur Industriegeschichte Deutschlands. Die Planungen zur diesjährigen „Drei-Tages-Fahrt“ nach Eutin in Schleswig Holstein laufen schon.

 

Die erste Großveranstaltung in diesem Jahr war die zweite Grünkohlwanderung (Seit dem Bestehen der Interessengemeinschaft) mit der Ermittlung eines neuen Kohlkönigs. Mit über 50 Teilnehmern ging es auf dem Parkplatz am See an den Start . Kohlkönigin wurde Christa Bensen und hat mit Hans Redies und Marco von Glahn zwei gute Freunde bekommen die im nächsten Jahr für die Kohlwanderung zuständig sind.

 

Maschinen, die in den 50er, 60er und 70er Jahren (oder auch vorher) gelaufen sind, gelten inzwischen als Kult. Fahrzeuge, die vor 50 Jahren um jede Straßenecke knatterten, sind heute extrem rar geworden. Wer damals ein solches Fahrzeug hatte oder fuhr und es dann heute wieder sieht, der muss einfach in Begeisterung ausbrechen. Als Oldtimer gelten in Deutschland Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sind, die weitgehend dem Original entsprechen, die zudem in einem guten Zustand sind und die zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen. Mittlerweile treffen sich an den Dienstagen am Stammtisch so zwischen 25 - 30 Oldtimerfans mit eigenem älteren (überwiegend älter als 30 Jahre) Fahrzeugen.